Pädagogische Methoden
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Wie werden Lernobjekte angewendet?
Pädagogische Methoden im Zusammenhang mit dem Einsatz von Lernobjekten
Unter eLearning werden alle Lehr- und Lernformen verstanden, die durch moderne IKT unterstützt werden. Der eContent kann interaktiv und mulitmedial gestaltet werden und die Lernprozesse können durch netzbasierte Kommunikation zwischen Lehrendem und Lernendem ergänzt werden. Nachdem lange Zeit die technologische Dimension von eLearning im Mittelpunkt stand, nimmt nun die Bedeutung der Didaktik bei der Gestaltung von Lerninhalten und der Entwicklung von Kompetenzen zu. Die Einbettung der Neuen Medien in ein pädagogisches Konzept ist von entscheidender Bedeutung.
Lerntheorien und Pädagogische Modelle
Mit dem Aufkommen von Neuen Medien und eLearning wurden verschiedenen pädagogische Ansätze diskutiert, die im Zusammenhang mit Lernen und Lehren Bedeutung haben. Dementsprechend sind auch die Entwicklungen im Bereich des eLearning mit diesen pädagogischen Theorien verknüpft. Für die Anfänge in den Siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist hier der Begriff der „Programmierten Instruktion“ (B.F. Skinner) zu nennen, der dem behavioristischen Ansatz zugrunde liegt. Im deutschsprachigen Raum wurde die Programmierte Instruktion unter dem Begriff CUU (Computerunterstützer Unterricht) bekannt. Durch die sogenannte „kognitive Wende“ kamen neue Arten von computerunterstützten Lehr- und Lernprogrammen auf, die intelligenten „Tutoriellen Systeme“ (kognitivistischer Ansatz), die sich durch hohe Flexibilität auszeichnen, indem sie den Lernenden und sein Lernverhalten am Computer analysieren und daraufhin die Unterstützung für den Lernprozess an den aktuellen Wissenstand anpassen. Dies bedeutet einen enormen Entwicklungsaufwand (siehe Universität Trier, die adaptive Lernprogramme entwickelt und online zur Verfügung stellt). Der Ansatz des „Situierten Lernens“ geht von der Grundannahme aus, dass Lernen ein aktiver Konstruktionsprozess ist und nicht passive Aufnahme von „trägem Wissen“ (wird „drinnen“ gelernt und kann „draußen“ nicht angewandt werden). Als wesentlich wird dabei die Situation gewertet, in der Lernen stattfindet. So wird in unterschiedlichen Ansätzen versucht, die Multiperspektivität und multiple Kontexte zu betonen: Lernmaterial soll aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven und unterschiedlichen Zusammenhängen präsentiert werden, damit später der Wissenstransfer in ungewohnten Situationen möglich ist. „Problem based learning“ oder Projektmethode sind Unterrichtsformen, die in diesem konstruktivistischen Ansatz gefördert werden. Dem konstruktivistischen Ansatz kann auch das „Entdeckende Lernen“ (andere Bezeichnungen sind forschendes, autonomes, exploratives Lernen) zugeordnet werden, das sich dadurch auszeichnet, dass der Lernende sich aktiv mit Problemen auseinandersetzt, selbstständig eigene Erfahrungen sammelt, Experimente durchführt und dadurch zu neuen Einsichten in komplexe Sachverhalte gelangt. Wesentliche Voraussetzung ist die Neugierde des Lernenden. Da diese aber bei unterschiedlichen Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist, kommt der Frage, wie Lernarrangements gestaltet sein müssen, um diese zu fördern, enorme Bedeutung zu. Weiters setzt exploratives Lernen auch die Einsicht des/der Lernenden voraus, dass Lernen auch ohne Lehrende/n möglich und sinnvoll sein kann. So werden Kompetenzen der Planung, Durchführung und Selbstkontrolle verlangt, wofür bei Bedarf aber ein „Coach“ zur Seite stehen muss. Beim hybriden Lernen, bei dem Präsenz- und Online-Lernphasen gemischt werden, ist dies gewährleistet. Unter „Blended Learning“ sind nun hybride Lernarrangements gemeint, die Präsenzlernen und medienunterstützten Unterricht in pädagogisch sinnvoller Weise kombinieren. Dabei ist hervorzuheben, dass die Technik dabei im Dienst der Didaktik stehen muss und nicht dem Selbstzweck dienen darf. In diesem Zusammenhang kann auch darauf hingewiesen werden, dass auch die universitäre Lehre zunehmend auf blended learning - Methoden umsteigt.
Lernobjekte und die Gestaltung pädagogischer Szenarien
In verschiedenen (EU-)Projekten wird e-Content unterschiedlichster Art erstellt (z.B. Asset, Lernobjekte etc). Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und das Angebot ist in der Zwischenzeit unüberschaubar. Erst wenn die Inhalte und Informationen verknüpft und kommentiert werden, stehen sie in einem Kontext. Konkret heißt das Erfahrungen, konkrete Unterrichtssituationen, Lehrplanbezug etc. in Zusammenhang mit dem digitalen Inhalt (eContent) zu stellen, ein pädagogisches „Szenario“ zu kreieren. Der Begriff Szenario wird im Bereich der Unterrichtswissenschaften und in der klassischen Unterrichtsforschung nicht verwendet, für den besonderen Bereich des eLearning und des Unterrichts mit Neuen Medien sehr wohl.
Pädagogische Szenarien integrieren das Lernen mit den digitalen Medien und werden eingesetzt, wenn es um komplexe Lernleistungen geht und der Fokus auf schülerInnenzentriertes Unterrichten gerichtet ist. In verschiedenen EU Projekten werden Szenarien entwickelt (z.b. Cosmos, Inlot, Organic.Edunet). Der Begriff kommt aus dem Lateinischen – scaenarius bedeutet zur Bühne gehörig – und meint den szenisch gegliederten Entwurf eines Theaterstücks in der Römerzeit. Gemäß dieser ursprünglichen Bedeutung ist ein konkretes Szenario mit einem Skript zu einem Schauspiel zu vergleichen. Im Drehbuch sind sämtliche Rollen, Requisiten und Abläufe wie die Absichten und Interessen von jeweiligen AutorInnen, RegisseurInnen, IntendantInnen sowie des Publikums. Ein Skript gibt auch immer die zeitliche, räumliche und inhaltliche Struktur vor, innerhalb derer die SchauspielerInnen agieren. Wie die unterschiedlichen Akteure dasselbe Stück oder Skript verschieden Interpretieren - entsprechend vielfältig sind die Aufführungen. Analog soll es für interessierte LehrerInnen möglich sein, ein Lernszenario für verschiedene konkrete Lernsituationen und -prozesse zu verwenden.
Charakteristika eines pädagogischen Szenarios
- Es besteht aus einem geschriebenen Konzept eines Unterrichtsprojektes und
- dient zur Klärung und Kommunikation für Dritte.
- Das Erarbeiten eines pädagogischen Szenarios hilft, sämtliche relevanten Dimensionen zu klären, in die ein solches Szenario eingebettet ist.
Jedes Szenarium besteht aus unterschiedlichen didaktischen Interaktionen. Szenarien sind der didaktischen Ebene der Unterrichtseinheiten zugeordnet, sie können einige Minuten bis hin zu mehreren Stunden aktiver Lernzeit aufweisen. In den Lernszenarien sind die einzelnen Lernaktivitäten und der Einsatz der Lernobjekte beschrieben. Das Lernszenario soll als Planungs- und Strukturierungshilfe (Stundenbild) einer oder mehrerer Unterrichtseinheiten gemäß einer Lernmethode dienen.
Pädagogische Szenarien
Pädagogische Szenarien im Zusammenhang mit dem Einsatz von Lernobjekten (LOs)
Unter eLearning verstehen wir alle Formen des Lernens, bei denen digitale Medien zum Einsatz kommen. Digitales Lehrmaterial (eContent) sollte interaktiv und multimedial gestaltet sein und die Lernprozesse können durch die web-basierte Kommunikation zwischen LehrerInnen und SchülerInnen ergänzt werden. Nachdem lange Zeit der technische Aspekt im Mittelpunkt stand, gewinnt nun die Didaktik bezüglich des Erstellens von Lehrinhalten und der Entwicklung von Kompetenzen an Bedeutung. Die Integration der neuen Medien in ein pädagogisches Konzept ist von entscheidender Wichtigkeit.
Didactic Models
Overview of 52 Didiactic Models.
Lern Theorien und Pädagogische Modelle
Mit den neuen Medien und eLearning sind verschiedene pädagogische Methoden ins Gespräch gekommen, die Bedeutung für Lernen und Unterricht haben. Entsprechend werden die Entwicklungen auf dem Gebiet des eLearning auch mit diesen pädagogischen Theorien verbunden. Mit dem Beginn in den 70ern des 20. Jahrhunderts muss der Ausdruck „programmierte Instruktion“ (B.F.Skinner) erwähnt werden, welcher am Anfang einer Behaviouristischen Herangehensweise steht.
In deutsch sprechenden Ländern wurde die programmierte Instruktion unter dem Ausdruck CUU (computerunterstützter Unterricht) bekannt. Wegen der so genannten "kognitiven Richtung" kamen neue Arten des computergestützten Unterrichts und von Lernprogrammen auf, die intelligenten "Tutorsysteme" (kognitivistische Herangehensweise), die sich durch hohe Flexibilität auszeichnen, weil sie die SchülerInnen und deren Lerngewohnheiten analysieren und die Unterstützung der Lernprozesse, aktuellen Erkenntnissen entsprechend, anpassen.
Dies bedeutet einen enormen Entwicklungsschub (siehe Universität Trier, wo adaptive Lernprogramme entwickelt und online zur Verfügung gestellt werden). Die Idee des "situierten Lernens" beruht auf der Annahme, dass das Lernen ein aktiver Prozess ist und nicht eine passive Konsumation "inaktiven Wissens" (das "innen" erfahren und "draußen" nicht angewandt werden kann). So wird die Situation, in der Lernen stattfindet, als wesentlich bewertet. Daher versuchen verschiedene Methoden, multiple Perspektiven und vielfache Zusammenhänge zu fördern: Lernen soll aus so verschiedenen Perspektiven wie möglich und in unterschiedlichsten Zusammenhängen ermöglicht werden, so dass später die Übertragung von Wissen auf neue Situationen möglich ist. „Problem-basiertes Lernen" oder Projekt-orientiertes Lernen sind Lernformen, die von konstruktivistischen Methoden ausgehen. „Aktives entdeckendes Lernen“ kann ebenfalls der konstruktivistischen Herangehensweise zugeordnet werden (andere sind experimentelles oder autonomes, erforschendes Lernen), die dadurch charakterisiert wird, dass Lernende sich aktiv mit Problemen auseinandersetzen, autonom eigene Erfahrungen sammeln, Experimente ausführen und dadurch komplexe neue Einsichten gewinnen.
Eine wesentliche Vorbedingung ist die Neugier der Lernenden. Da Neugier unterschiedlich bewertet werden kann, wird der Frage enorme Bedeutung beigemessen, wie Lernmaßnahmen gestaltet sein müssen, um eben diese Neugier zu fördern. Außerdem setzt das erforschende Lernen auch die Einsicht der Lernenden voraus, dass Lernen auch ohne LehrerIn erfolgreich und wertvoll sein kann. Kompetenzen wie Selbststeuerung, -organisation und Selbstdisziplin sind hier gefordert, wobei jedoch ein "Trainer" (Coach, Tutor) bei Bedarf zur Verfügung stehen muss. Dies wird durch Blended Learning als Kombination der Vorteile von konventionellem Präsenzunterricht und eLearning, dem Mix von Online- und Präsenzphasen, gewährleistet. Die Technik hat der Didaktik zu dienen und darf hier nicht zum Selbstzweck werden.
In diesem Zusammenhang muss auch darauf hingewiesen werden, dass sogar akademische Lehren zunehmend mit Blended Learning arbeiten.
Lernobjekte (LOs) und Pädagogische Szenarios
In verschiedenen (EU-)Projekten wird eContent unterschiedlichster Art erstellt (z.B. Assets, LOs, etc.). Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und die Bandbreite inzwischen riesengroß. Nur wenn Inhalt und Information sinnvoll verbunden und erklärt sind, werden sie in einen Kontext gebracht. Präziser ausgedrückt bedeutet das: Erfahrungen, konkrete Lernsituationen, Lehrplanbezüge etc. mit den digitalen Inhalten (eContent) zu verbinden – ein pädagogisches Szenario (Drehbuch) zu erschaffen.
Der Begriff Szenario (Drehbuch) wird auf dem Gebiet der Erziehungswissenschaft und in der klassischen Pädagogik nicht verwendet; er passt aber gut in den speziellen Bereich von eLearning bzw. Unterrichten mit digitalen Medien.
Pädagogische Szenarien kombinieren Lernen mit digitalen Medien (eLearning) und werden eingesetzt, wenn komplexe Lernleistungen erfordert und der Schwerpunkt auf SchülerInnen-zentrierten Unterricht gelegt wird.
In zahlreichen EU-Projekten werden Szenarien entwickelt (zum Beispiel COSMOS, Inlot, Organic.Edunet). Der Begriff kommt aus dem Lateinischen – scaenarius bedeutet zur Bühne gehörig – und meint den szenisch gegliederten Entwurf eines Theaterstücks in der Römerzeit. Gemäß dieser ursprünglichen Bedeutung ist ein konkretes Szenario mit einem Skript zu einem Schauspiel zu vergleichen. Im Drehbuch sind sämtliche Rollen, Requisiten und Abläufe wie die Absichten und Interessen von jeweiligen AutorInnen, RegisseurInnen, IntendantInnen sowie des Publikums. Ein Skript gibt auch immer die zeitliche, räumliche und inhaltliche Struktur vor, innerhalb derer die SchauspielerInnen agieren.
Wie die unterschiedlichen Akteure dasselbe Stück oder Skript verschieden interpretieren - entsprechend vielfältig sind die Aufführungen. Analog soll es für interessierte LehrerInnen möglich sein, ein Lernszenario für verschiedene konkrete Lernsituationen und -prozesse zu verwenden.
Charakteristika eines pädagogischen Szenarios Es besteht aus einem geschriebenen Konzept eines Unterrichtsprojektes und dient zur Klärung und Kommunikation für Dritte. Das Erarbeiten eines pädagogischen Szenarios hilft, sämtliche relevanten Dimensionen zu klären, in die ein solches Szenario eingebettet ist.
Jedes Szenarium besteht aus unterschiedlichen didaktischen Interaktionen. Szenarien sind der didaktischen Ebene der Unterrichtseinheiten zugeordnet, sie können einige Minuten bis hin zu mehreren Stunden aktiver Lernzeit aufweisen.
Methods on Portals, EUN
Innovative Science, Educonsult
Scenarios in Digital Techniques, Thillm
Referenzen
Beiträge
Source BMUKK; adapted by Ruth SATTLER (e-teaching-austria)
