Lernobjekt

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Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Lernobjekt (LO)?

Das österreichische Schulsystem hat eLearning bereits im Jahr 1998 in die offiziellen Lehrpläne übernommen und unterstützt die Gründung von Laptopklassen und den computerunterstützten Unterricht seither in zahlreichen Initiativen und Aktivitäten.

Link to the eContent Video on vimeo.


Basisinformationen

eLearning und eTeaching

Alle Formen von Lernen, bei denen digitale Medien zum Einsatz kommen.

Blended Learning

Kombination der Vorteile von konventionellem Präsenzunterricht und eLearning.

Laptopklassen

Mit Verbreitung des Konzepts von eLearning im Unterricht nahm auch die Idee der Laptopklassen Gestalt an. Dass dahinter mehr steckt, als die Tatsache, dass jede/r SchülerIn sein/ihr eigenes Laptop (Notebook) besitzt und zum Unterricht mitbringt, war bald klar. So mussten auch für Lehrmaterialien neue Formen gefunden werden, um sie an den Einsatz im eLearning optimal anzupassen.

Digitale Lehr- und Lernmaterialien

Die Struktur von digitalen Lehr- und Lernmaterialien kann, begründet durch die heterogene Charakteristik der “Neuen Medien”, sehr unterschiedlich aussehen. Definiert werden diese daher eher über den vermittelten Informationsumfang.

Definitionen

Asset

Die kleinste, nicht mehr weiter zerlegbare digitale Einheit zur Informationsvermittlung ist ein Asset, z.B. ein Bild, ein einfacher Text, eine Bild/Text-Einheit, eine einfache, vielfältig einsetzbare Animation.

Lernobjekt

Eine Kombination von Assets, die eine didaktische und pädagogisch sinnvolle Struktur aufweisen und eine in sich abgeschlossene Einheit bilden. In der Folge unterscheiden wir noch Kombinationen dieser Begriffe, wie Lerneinheit (Lektion) und Kurs, mit denen umfangreichere Lehr- und Lernzeiten bewältigt werden können.

Es besteht aus einer inhaltlichen Darstellung zum Lehrstoff und ist beispielsweise ein Arbeitsblatt,ein Bild oder eine Skizze mit Erklärungen oder eine kleine Linksammlung.

Beispiel für ein Lernobjekt: Ein Arbeitsblatt zur Darstellung eines physikalischen Effektes, ein Arbeitsblatt zum Fremdsprachenlernen unter Nutzung der Software „Hot Potatoes“, eine interaktive Seite mit Java-Applets zum Thema „Funktionsbegriff“, zwei Seiten Webquests zu Grundlagen der Elektrotechnik mit Rückmeldefunktion.

Als medientechnische Ausprägung (Format) eines Lernobjektes kann man sich vorstellen (exemplarisch):

  • eine Weblektion, die unter Nutzung eines handelsüblichen AutorInnensystems erstellt wird;
  • interaktive Tests und elektronische Abfragen;
  • spezielle Lernmodule (Lernspiele, Planspiele, Simulationen),
  • Webquests, die gegenstandsbezogene Fragestellungen und Arbeitsaufträge enthalten.

Lernmodul

Ein Lernmodul besteht aus Lernobjekten einschließlich einer Darstellung der Lernmethodik (didaktisch sinnvolle Struktur, didaktische Funktionen wie Motivation, Darstellung der Inhalte, Überprüfungen und kleine Tests). Wichtig am Lernmodul ist seine thematische Abgeschlossenheit. Im Lernmodul kommen alle Technologien vor, aus denen auch größere Einheiten aufgebaut sind, also eine Darstellung der Motivation zum Stoffgebiet, die Stoffdarbietung (Lektionen), Rückmeldefunktionen oder Selbstprüfungsaufgaben.

Beispiel: Die gesamte Ausarbeitung eines Sachverhaltes aus der Physik (oder eines „Effektes“ aus der Physik) mit mehreren Arbeitsblättern, eine Darstellung zu einem Kapitel aus englischer Geschichte, wo auch typische Grammatikformen erklärt werden, eine längere Darstellung zu „lineare und Potenzfunktionen“, eine Lektion von ehreren Webquests zum Thema „Wechselstromkreis“.

Lerneinheit

Eine Lerneinheit (korrespondierend mit einer Unterrichtseinheit) ist aus (e-learning) – Lernmodulen zusammengesetzt und kombiniert diese mit einem didaktischen Konzept und Hinweise zu Unterrichtsorganisation im Sinne des „Blended Learnings“ (allgemein definiert als Verbindung von Präsenzunterricht und „Online“-Phasen). Sie ist vom Zeitbedarf her für ein oder zwei Unterrichtseinheiten ausgelegt.

Kurs

Lerneinheiten werden zu Kursen (oder im Sinne des eLearning Clusterprojektes zu längeren Unterrichtssequenzen) zusammengefasst, die eine Unterrichtsführung über einen längeren Zeitraum (3-4 Wochen bis ein Semester) mit unterstützendem elektronischen Lernmaterial gestatten. Dabei werden Materialien durchaus unterschiedlicher Form, aber inhaltlich zusammenpassend, zu einer längeren Einheit, die den Unterricht über 3 bis 4 Wochen begleitet, zusammengestellt (Individual-Phasen der SchülerInnen bei Unterrichtsarbeiten oder Hausübungen mit eingeschlossen).

Formate

  • Anwendungen (applications): pdf, zip, msword, xml, mspowerpoint, msexcel, open office, open source sonstige
  • Fotos(images): jpg, gif, tiff, png, sonstige
  • Audio: wav, mp3, mid, sonstige
  • Video: mpg, wmv, mov, quicktime, swf, sonstige
  • Texte: doc, txt, html, css, xml, rtf, sonstige
  • Sonstiges

Lern Resourcen Typen

  • Test
  • Aufgabe
  • Kurs
  • Veranschaulichung
  • Spiel
  • ePortfolio
  • Beispiel
  • Übung
  • Experiment
  • Glossar
  • Handbuch
  • Lernmaterial
  • Lernpfad
  • Vorlesung
  • Lehrplan
  • Simulation


Qualitätskriterien für eContent

  1. richtig: Die Inhalte der Module sind fachlich richtig und entsprechen dem neuesten Stand der Wissenschaft.
  2. strukturiert: Die Module weisen eine klare und für Lernende erkennbare modulare Struktur auf.
  3. emotional: Lernende werden persönlich angesprochen und motiviert, die Arbeit mit dem Modul zu beginnen und sie nicht abzubrechen.
  4. adaptiv: Es wird vorhergesehen,dass Lernende mit unterschiedlichem Vorwissen, verschiedenen Interessen und Begabungen an die Module herangehen.
  5. interaktiv: Es werden die interaktiven Möglichkeiten der neuen Medien ausgenützt.
  6. kommunikativ: eLearning heißt nicht notwendiger-weise individuelles Lernern. Die Lernmodule sollen auch Kommunikation und Kooperation unter den Lernenden anregen.
  7. reflexiv: Die Module beinhalten auch Übungs- und Testsituationen, damit die Lernenden eigene Schwachstellen und Wissenslücken erkennen können.
  8. explorativ: Entdeckendem Lernen wird der Vorzug gegenüber vorgegebenem Faktenwissen gegeben.
  9. standardisiert: Die Lernmodule entsprechen in technischer Hinsicht dem IMS Standard. Damit wird ihre Einbindung in Lernplattformen unter Beibehaltung des vollen Funktionsumfangs sichergestellt.
  10. rechtskonform: Die Module enthalten alle notwendigen formalen Elemente (AutorIn, Impressum, etc). Bei Verwendung von Lernmaterialen (z.B. Texte, Bilder, Ton- und Videoinformationen) sind die Normen des Urheberrechtsgesetzes und anderer einschlägiger Rechtsbestimmungen zu berücksichtigen.

Referenzen

Beiträge


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