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LehrerInnen sind eingeladen Ihre Erfahrungen im Wiki-Handbuch zu veröffentlichen. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte: virtuelleschule@bmukk.gv.at


LehrerInnen Community (en): http://www.xplora.org -> Forum

Direkter Link: http://inspire-teachers.ning.com

Inhaltsverzeichnis

Video: Interview: Mobile Learning

Interview mit Prof. Schittelkopf über mobiles Lernen (de).

Video: Example of a "Learning Module"

Example of a "Learning Module": FlyPen Cosmos:

Statement 1 (german), teacher of physics and mathematics

"Teacher" hat dieses Statement schriftlich, im Rahmen der bei der INSPIRE Summerschool initierten COMMUNITY OF PRATICE, formuliert.

Link: http://inspire-teachers.ning.com/


Meine Voraussetzungen:

7 Jahre Unterricht in Notebookklassen; 7 Jahre Suche nach einem optimalen Weg, mit der Erkenntnis: was in einer Klasse super war, kann in einer anderen Klasse total daneben gehen. 7 Jahre e-learning und 7 Jahre unterrichten mit dem Computer; seit 5 Jahren kein Buch für den Physikunterricht; Infrastruktur in der Schule, die es mir ermöglicht jederzeit Computer im Unterricht zu verwenden. Alles was hier einfließt, bezieht sich nicht nur auf das eine Schuljahr mit INSPIRE, sondern auch auf die 6 Jahre davor.

Welche Auswirkungen hat der Einsatz von LOs im naturwissenschaftlichen Unterricht hinsichtlich der Motivation der SchülerInnen?

Das wichtigste, um unsere Schüler für Naturwissenschaften zu interessieren ist, sie neugierig zu machen. Dies kann mit Hilfe von LOs, Simulationen, kurzen Filmsequenzen (die ja letzlich auch LOs sind), aber auch Episoden aus dem Leben (auch von Naturwissenschaftlern) sein.

Der Einsatz von LOs macht den Unterricht anschaulicher und damit interessanter und sollte eigentlich zur Selbstverständlichkeit werden (wenn es die Infrastruktur erlaubt). LOs machen es auch einfacher auf einzelne Schüler einzugehen und differenzierter zu unterrichten, deshalb fällt es mir auch schwer die LOs zu bewerten, weil Schüler total unterschiedlich reagieren. Was für einen banal und langweilig ist, kann für einen anderen hochinteressant sein.

Ich würde es daher auch für sinnvoll erachten, wenn man nicht nur LOs bewertet, sondern versucht eine Linksammlung zusammenzustellen, von Experten bewertet, sodass jeder selbst, auf seine Schüler abgestimmt, die LOs auswählen kann. Diese sollte allerdings nicht zu groß sein, denn die Erfahrung hat gezeigt, wenn Kollegen 50 Seiten vorgesetzt bekommen und daraus das richtige finden sollen, sie sehr schnell den Mut verlieren, weil es sehr zeitaufwendig ist. Zusammenfassende kurze Antwort auf die erste Frage: LOs sind nach den Experimenten, die Dinge, die wesentlich dazu beitragen, dass das Interesse und die Motivation aktiv am naturwissenschaftlichen und auch Mathmatikunterricht teilzunehmen steigert.

Welche ERfahrungen haben Sie damit in Ihrer eigenen Schule gemacht?

Der Einsatz von LOs im Unterricht ist unabhängig von Lehr- und Lernmethoden. Ich habe beim Testen der LOs unterschiedliche Lehr- und Lernmethoden eingesetzt (Frontalunterricht, moderierte Recherche, schriftliche Lernaufgabe, Gruppenarbeit, Selbststudium, Diskussion). Grundsätzlich kann ich feststellen, dass der Einsatz von LOs die Effizienz des Unterrichts steigert.

Welche Voraussetzungen sind erforderlich, um SchülerInnen für Naturwissenschaften zu interessieren?

Ich kann jetzt nur für die kaufmännischen Schulen sprechen und dabei ist ein ganz wesentlicher Aspekt der Realitätsbezug - unterrichtet wird auch zum Großteil angewandte Mathematik und angewandte Physik – und der Bezug zur Wirtschaft. Auf der anderen Seite, ist das was interessiert, das neue, das unbegreifliche, das nicht alltägliche wie die Relativitätstheorie oder die Quantenphysik.

Infrastruktur, sodass ein Computer auch spontan eingesetzt werden kann, weil man schnell etwas im Internet nachschauen will, oder eine Simulation zeigen, …

Funktionierende Geräte sind ebenfalls ganz wichtig, sowie auch der Einsatz von alltäglichen Dingen, wie z.B. Handys , sowohl zum Rechnen als auch zum Dokumentieren. 20 Minuten um ein Gerät funktionstüchtig zu machen ist sehr demotivierend für Schüler, daher immer eine geräteunabhängige Stundenvorbereitung auch haben.

Statements 2 - 10: Interviews mit LehrerInnen beim Treffen der GegenstandsportalbetreuerInnen

Die Statements 2 - 10 sind Zusammenfassungen von Interviews, die im Rahmen des Gegenstandsportal-Treffens in Bad Hofgastein im Frühjahr 2009 geführt wurden. Die TeilnehmerInnen dieses Treffens wurden zum Einsatz von Lernobjekten in ihrem eigenen Unterricht befragt.

Die Interviews bezogen sich auf nachfolgende Fragen:

1. Wie werden Lernobjekte angewendet?

  • in allen Schulstufen?
  • Einsatz im Projektunterricht ?
  • Einsatz im Regelunterricht ?
  • Aufgabenstellungen für zu Hause? – „Self regulated Learning“
  • nach Lehrplan eingesetzt?
  • als Hausaufgabe zur Vorbereitung auf die nächste Unterrichtsstunde?
  • woher bekommen Sie die LOs? (Selbst zusammenstellen ? Ist dieser Content öffentlich?)

2. Links zu Portalen

  • Ist es schwer gute, korrekte Materialien zu finden ?
  • Haben Sie besondere Tipps, wo man Materialien finden kann ?
  • Ist dies unterschiedlich nach Schulstufe ?

3. Wie werden Lernobjekte produziert?

  • Produzieren Sie selber LOs? Mit welchen Tools? (Open Source SW)
  • Werden die 10 Regeln des eContent-Erlasses berücksichtigt?
  • Wird Copyright beachtet?

4. Einfluss des Einsatzes von Lernobjekten auf die Motivation von SchülerInnen?

  • Wie ist der Lernerfolg unter Einsatz von LOs feststellbar ?
  • Welchen Vorteil hat der Einsatz von Los?

Die teilweise sehr ausführlichen Interviews wurden auf die wesentlichen Aussagen zusammengefasst und anonymisiert.

Statement 2 (german), teacher of physics and mathematics

In der Schule von "teacher" ist e-Learning Unterrichtsprinzip, der Einsatz von Lernobjekten findet unter Lehrplanbezug statt und orientiert sich in den unterschiedlichen Schulstufen im Sinne der Methodenvielfalt insbesondere an den technischen Möglichkeiten. So findet e-Learning in den Klassen mittels Beamer, interaktivem Whiteboard als frontaler Input oder als Teil einer Gruppenarbeit statt, hingegen wird in Netbook-Klassen „self regulated learning“ im Unterricht oder daheim – eingebunden in eine Lernplattform – praktiziert. Die EDV Räume werden teilweise für den Projektunterricht genutzt. "Teacher" verwendet einerseits bestehenden E-Content, erstellt aber auch selbst über die schulinterne Lernplattform eigenen Content. Die Lernobjekte werden möglichst mit OpenSource Tools erstellt. Die 10 Regeln des eContent-Erlasses und das Copyright werden berücksichtigt, sofern der Content öffentlich gemacht wird! Der Einsatz von LOs wird als zusätzliche Unterrichtsmethode verstanden, der die Schüler/innen motiviert, Abwechslung im Unterricht bietet und individuelles, differenziertes Lernen gewährleistet! Der Lernerfolg wird in selbstevaluierenden Übungen und anderen Prüfungsituationen gesichert.

Links für Unterrichtsbehelfe gibt es sehr viele, es stellt sich aber häufig als sehr zeitintensiv heraus, der jeweiligen Unterrichtssituation entsprechend gutes Material zu finden! Fertige Moodlekurse zum Downloaden finden sich beispielsweise auf http://www.edumoodle.at/lernmit/

Statement 3 (german), teacher of italian language

"Teacher" verwendet als Sprachlehrerin (Italienisch) die Neue Medien und Lernobjekte regelmäßig und unter Lehrplanbezug in ihrem Unterricht. Dabei schätzt sie gerade im Sprachunterricht auch die Möglichkeit, online-Printmedien einzusetzen oder fremdsprachige Videos für ihren Unterricht zu verwenden. Das bedeutet, sie greift einerseits auf im Web vorhandenes Material zurück, sie stellt aber anderseits auch selbst digitale Lernmaterialen (z.B. mit Casablanca, Hot Potatoes, eXelearning etc.) für ihren Unterricht her. Den Vorteil des Einsatzes digitaler Lernobjekte und Neuer Medien allgemein sieht sie insbesondere darin, dass SchülerInnen offenbar viel Spaß an dieser Art von Lernen haben, wodurch nicht nur die Lernmotivation steigt sondern auch der Lernerfolg ein nachhaltigerer ist.

Statement 4 (german), teacher of physics

"Teacher" unterrichtet in der AHS Physik und ist auch in der LehrerInnen-Ausbildung tätig. Sie setzt Lernobjekte und Neue Medien regelmäßig in ihrem Unterricht und im Projektunterricht ein, legt aber großen Wert darauf, dass der Einsatz auch pädagogisch sinnvoll stattfindet. Das bedeutet, die eingesetzten Lernobjekte können nicht für sich betrachtet, sondern als integraler Bestandteil einer durchdachten Lernumgebung gesehen werden. Gerade im Physikunterricht ermöglicht der Einsatz von Lernobjekten (z.B. Animationen, Simulationen) das „virtuelle Experimentieren“. Man kann Daten am Computer auswerten und im „virtuellen Labor“ arbeiten und Experimente, die gefährlich sein können, vorbereiten bzw. ergänzen. Digitale Materialien für Physik findet sie in Gegenstandsportalen (schule.at, Universität Colorado, Multimedia-Physik etc.). Darüber hinaus stellt "teacher" digitale Lernobjekte unterschiedlichster Art selber her (z.B. mit Jclick, JScript, Word-Tools und Flash). Den Mehrwert dieses großen Aufwandes für ihren Unterricht sieht sie insbesondere in den Punkten Nachhaltigkeit des Lernerfolges und der Möglichkeit der Individualisierung. Als wesentlichen Hinweis für elearning-Einsteiger nennt sie die Verwendung von Lernszenarien, d.h. aufbereitete Lernobjekte mit pädagogischen Hinweisen, die aber auch veränderbar und für den Nutzer adaptierbar sein müssen.

Statement 5 (german), teacher of economics

"Teacher" unterrichtet Wirtschaftsinformatik an einer HAK und setzt digitale Lernmaterialien sowohl im Regelunterricht unter Lehrplanbezug als auch im Projektunterricht ein.Seine SchülerInnen haben über das Lernmanagementsystem MOODLE auch die Möglichkeit, von zu Hause aus auf Freiübungen zuzugreifen. Er selbst nützt in den vielen Fällen bestehende Lernobjekte, für die von Fachgruppen ein Pool angelegt wurde. Bei selbsterstellten digitalen Unterrichtsmaterialen zeigt sich in seiner Arbeitsumgebung das Problem, dass LehrerInnen ihre selbst erstellten Materialien nicht gerne der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, weil die Angst besteht, „nicht gut genug“ zu sein. Aus diesem Grund und auch aufgrund des Mehraufwandes bei der Beachtung von Urheberrechtsverletzungen werden selbst erstellte Lernobjekte nur im internen Schulbereich abgelegt. Seine SchülerInnen stellen auch selbst digitale Lernobjekte her (in Form von Projektarbeiten für Kunden), diese müssen dann natürlich sehr wohl hinsichtlich der Urheberrechte gesichert sein. Besonders hervorzuheben ist auch für ihn die Möglichkeit der Individualisierung. SchülerInnen können unterschiedliche Lösungen auf ihrem eigenen Niveau finden.

Statement 6 (german), teacher of german and history

"Teacher" unterrichtet Deutsch und Geschichte in der AHS und ist auch als Schulbibliothekar tätig. Er setzt in seinem Unterricht regelmäßig Lernobjekte ein, wobei er in der Unterstufe die Lernobjekte selbst erstellt bzw. für den Unterricht aussucht. In der Oberstufe dagegen lässt er die SchülerInnen die digitalen Lernobjekte auch selbst erstellen, was aus seiner Erfahrung den SchülerInnen großen Spaß macht, wenn er auch in diesen Fällen über Copyright-Verletzungen hinweg sieht (die SchülerInnen müssen aber die Quellen angeben). Die Vorteile dieser Arbeitsweise mit Neuen Medien sieht er darin, dass durch den teilweise spielerischen Ansatz, das Ausprobieren und den gegenseitigen Austausch der SchülerInnen miteinander eine größere Nachhaltigkeit des Lernerfolgs gegeben ist. Insbesondere die Möglichkeit der Individualisierung im Unterricht wird durch den Einsatz des Computers und digitaler Materialien vereinfacht. SchülerInnen können ihre Lerngeschwindigkeit und auch die Anzahl der Wiederholungen in vielen Fällen selbst bestimmen.

Statement 7 (german), teacher of geometry

"Teacher" unterrichtet in Darstellende Geometrie praktisch nur mit dem Computer. Sie arbeitet mit den SchülerInnen mit dem Konstruktionsprogramm und erstellt auch Animationen. Den Vorteil des Einsatzes digitaler Lerntools sieht sie insbesondere darin, dass es den SchülerInnen einfach großen Spaß macht, womit die Lernmotivation erheblich steigt. Durch den regelmäßigen Einsatz des Computers in ihrem Unterricht beobachtet sie natürlich auch, dass ihre SchülerInnen immer selbstverständlicher mit dem Medium umgehen können.

Statement 8 (german), teacher of german

"Teacher" unterrichtet Deutsch in der AHS und betreut außerdem die Schulbibliothek. Von der 1. Klasse weg werden die SchülerInnen dazu angehalten, Textverarbeitung am Computer zu erlernen. Sie selbst verwendet insbesondere Lernobjekte und digitale Unterrichtsmaterialien, die es bereits gibt und baut diese in Form von Blended Learning in ihren Unterricht ein. Auch in diesem Fall wird der Mehrwert insbesondere in der besseren Möglichkeit zur Individualisierung sowie in der hohen Lernmotivation gesehen.

Statement 9 (german), teacher in primary school

"Teacher" ist Volkschullehrerin und setzt auch in der Volksschule in allen Alterstufen den Computer und digitale Lernobjekte als Hilfsmittel ein. Sie bedauert es sehr, dass sie nicht auch Hausaufgaben am Computer geben kann, da ein erheblicher Teil der SchülerInnen nicht über einen Computer verfügen, womit sie dem Prinzip der Chancengleichheit zuwider handeln würde. Sie selbst stellt Lernobjekte mit unterschiedlichen Tools her (Word, Excel, Powerpoint, Flash, Dreamweaver, Adobe etc) und stellt die von ihr erstellten Materialien auch anderen zur Verfügung. Sie sieht durch den regelmäßigen Einsatz des Computers auch in der Volksschule einerseits eine erhöhte Lernmotivation und Nachhaltigkeit, und gleichzeitig auch einen „ganz normalen“ Umgang, den ihre SchülerInnen mit diesem Medium entwickeln. So können ihre SchülerInnen in den Freiphasen selbst recherchieren, und lernen, wo sie sich schnell Informationen besorgen können. Auch für die Volksschule gilt als Mehrwert die Möglichkeit zur Individualisierung. SchülerInnen können unterschiedliche Aufgabenstellungen in unterschiedlichen Lerntempi erledigen. Ein besonderer Pluspunkt zeigt sich auch im Umgang mit SchülerInnen mit nichtdeutscher Muttersprache. Hier stehen digitale Tools zur Verfügung, über die die SchülerInnen nach vorheriger Demonstration selbst nachschlagen und lernen können.

Statement 10 (german), teacher of theology

"Teacher" ist Religionslehrer: an seiner Schule wird eLearning stark praktiziert, sodass er von den SchülerInnen teilweise schon eher das Feedback hat, dass sie über das Arbeiten am Computer gar nicht mehr so erfreut sind. Übersättigung scheint die Motivation nicht zu heben.


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